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25. Februar 2011, Christoph, Sonstiges
Einige grundsätzliche Informationen zum wissenschaftlichen Arbeiten sind nötig, um die derzeitigen Diskussionen um die Plagiatsvorwürfe Karl-Theodor zu Guttenbergs zu verstehen. Ist dem Minister nur ein kleiner Fehler unterlaufen, oder hat er vorsätzlich getäuscht? Eine Antwort auf diese Frage ist hier nicht das Ziel, aber vielleicht sorgen diese Informationen in Verbindung mit den aktuellen Nachrichten dafür, sich selbst eine Meinung zu diesem Thema zu bilden.
Zum Beispiel im Rahmen eines Hochschulstudiums werden so genannte wissenschaftliche Arbeiten erstellt. In ihnen stellt der Verfasser bzw. die Verfasserin die Ergebnisse der eigenständigen Forschung dar. Oft endet das Studium mit wissenschaftlichen Abschlussarbeiten wie der Bachelorarbeit, der Masterarbeit, der Magisterarbeit oder der Diplomarbeit, mit denen die Fähigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens nachgewiesen werden kann.
Es gibt verschiedene Vorgehensweisen beim wissenschaftlichen Arbeiten. Genauso gibt es verschiedene Vorgehensweisen für das Erstellen und die Form einer wissenschaftlichen Arbeit. Beim Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit sollten unbedingt bestimmte Regeln beachtet werden, die Inhalt verschiedener Standards sind. Alle Standards verlangen grundsätzlich die Quellenangabe bei der Nutzung „fremder“ Erkenntnisse und Ideen. Dazu wird der Textabschnitt kenntlich gemacht (zum Beispiel mit Hilfe von Fußnoten), in dem diese Erkenntnisse und Ideen für die eigene Argumentation verwendet wurden. Dies geschieht im Sinne der Nachprüfbarkeit der gemachten Aussagen (eine Aussage muss zur Überprüfung bis zur Quelle zurück verfolgbar sein) und ist damit ein grundlegender Bestandteil für die Güte und gar Gültigkeit einer wissenschaftlichen Arbeit.
Zum allgemeinen Verständnis ist zu sagen, dass das Nutzen „fremder“ Inhalte nur dann zum Problem wird, wenn die Quellen nicht angegeben werden. Ohne andere Erkenntnisse und Ideen könnten nur wenige wissenschaftliche Arbeiten überhaupt erstellt werden, denn es entstehen zum Beispiel erst durch das Gegenüberstellen von Aussagen unterschiedlicher Autoren Differenzen, die es zu diskutieren gilt. Des Weiteren stellt der Autor/die Autorin zu Beginn der wissenschaftlichen Arbeit kurz dar, was zum Thema bereits veröffentlicht ist und was er/sie selbst dazu beitragen kann. Bereits bestehende Inhalte können grundsätzlich verwendet werden, die Herkunft dieser muss aber in jedem Fall benannt werden.
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